Während sich die Preise für nahezu alle Baumaterialien vor der Energiekrise 2021 deutlich erhöht haben, zeigt sich Holz weiterhin als stabiler und wettbewerbsfähiger Baustoff. Nach aktuellen Zahlen lagen die Preise für mineralische Baustoffe im Jahr 2025 deutlich über dem Vorkrisenniveau. So verteuerten sich u.a. Kalk und Gips um über 77 %, Zement um knapp 58 % und Bausand um mehr als 42 %.
Auch wenn derzeit Teuerungen im Holzgroßhandel zu beobachten sind, muss man die Entwicklungen genauer betrachten: Holz bildet unter den Baumaterialien die klare Ausnahme, denn die Preise für wichtige Holzprodukte sind seit 2021 gesunken. Dachlatten verbilligten sich um rund 14 %, Konstruktionsvollholz um gut 13 % und Bauschnittholz leicht um gut 1 %. Anders als viele mineralische Baustoffe ist Holz in der Verarbeitung deutlich weniger energieintensiv. Entsprechend wirken sich steigende Energiepreise – wie zuletzt infolge der Energiekrise – auf Holzprodukte wesentlich schwächer aus.
„Holz ist in Krisenzeiten der verlässlichere Baustoff. Während energieintensive Materialien unmittelbar von steigenden Kosten betroffen sind, bleibt Holz durch seine regionale Herkunft und geringere Energieabhängigkeit deutlich stabiler“, erklärt Maximilian Habisreutinger, Vorsitzender des GD Holz. „Für Bauherren und Verarbeiter bedeutet das mehr Planungssicherheit und geringere Kostenrisiken.“
Mit Sorge ist derzeit allerdings zu beobachten, dass einzelne politische regulatorische Vorhaben dazu führen, das verfügbare Holzangebot indirekt verknappen – obwohl die Bundesregierung offiziell das Ziel verfolgt, die Holznutzung zu stärken. Solch eine künstliche Verknappung des Rohstoffs Holz würde die Preise nach oben treiben und so den Wettbewerbsvorteil von Holz zulasten der ohnehin schwächelnden Baukonjunktur verringern.
„Holz bietet Versorgungssicherheit und Planbarkeit, da es überwiegend aus heimischen und europäischen Wäldern stammt. Damit ist es deutlich weniger abhängig von globalen Lieferketten und volatilen Transportkosten. Die Bundesregierung sollte sich auf die effektive und nachhaltige Nutzung dieser heimischen Ressource konzentrieren und dafür die richtigen Impulse setzen“, so Habisreutinger.
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